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| Am nächsten Tag stand Lucca auf dem Programm. Die Stadt wird uns als "Die Teure" in Erinnerung bleiben, denn auf der Piazza dell´ Anfiteatro haben wir ein Vermögen für 2 Kaffee und Toast bezahlt und obendrein ein Ticket wegen Falschparken kassiert. Und was gibt es sonst über die Stadt zu erzählen? Nun, der interessanteste und schönste Platz ist sicher besagte Piazza. Der Name ist fast Programm, denn im Mittelalter wurden die Wohnhäuser auf den Fundamenten des römischen Amphitheaters errichtet. Daher kommt auch die ovale Form des Platzes, der auch unter dem Namen Piazza del Mercato bekannt ist. Lucca ist auch für seine Stadtmauer bekannt. Man kann um die ganze Altstadt herum auf der Stadtmauer gehen. Sie ist so breit, dass sich Fußgänger, Inline-Skater und Radfahrer nicht in die Quere kommen. Sogar für kleine Parkanlagen und Bänke ist noch genug Platz. Wer den Dom sucht, braucht übrigens einen vernünftigen Plan. Sonst stolpert man wirklich überall über |
Lucca, Piazza dell´ Anfiteatro |
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Die Wölfin,
Symbol Sienas, Boden der Kathedrale |
Hinweisschilder zu den Hauptsehenswürdigkeiten, bloß den
Duomo in Lucca hat man vergessen und so suchten wir ewig nach der Kirche.
Wir haben sie auch tatsächlich irgendwann gefunden, aber auf eine
große Besichtigung hatten wir dann auch keine Lust. Am nächsten Tag besuchten wir Siena und das war wirklich
eines der Highlights der Woche. Siena wird ja gern als die schönste
Stadt Italiens bezeichnet. Nun, keine Ahnung, ob das stimmt, aber schön
ist sie. |
| keine Schilder gesehen und auch ein Kollege, der zur gleichen
Zeit in Siena war, hat sie auch gesucht und genausowenig gefunden. Also einfach intuitiv fahren, den Schildern "Centro" folgen und wenn man die parkenden Autos den Hügel hinauf sieht, dann sollte man auch langsam die Augen offen halten und nach einem Parkplatz suchen. Aber nicht in die gelb markierten Bereiche stellen, Knöllchen- und Abschleppgefahr! Dagegen haben die Hinweise der Reiseführer auf gutes Schuwerk durchaus ihre Berechtigung. Ich würde ohnehin jedem Toskana-Besucher Trekkingschuhe empfehlen. Ist zwar nicht der neueste Florentiner Chic, aber die Füße werden´s Euch danken. DIE Sehenswürdigkeit (neben dem berühmten Platz) ist der Dom Santa Maria, der 1210 begonnen wurde. Der Fußboden aus dem 16. Jhdt. ist dabei die Attraktion, denn er ist ein Bilderbuch. 56 Motive, zumeist natürlich biblischen Ursprungs sind in den Marmor geritzt. Die Ritzungen sind meist mit Teer ausgefüllt, aber es gibt auch viele, die aus Mosaiken oder verschiedenfarbigen Marmorstücken bestehen. Wir hatten das Riesenglück, dass gerade zu der Zeit eine Sonderausstellung war und so gut wie alle Bilder zu bestaunen waren, denn meist sind sie mit Teppich bedeckt, um sie zu schonen. Die Kirche selbst ist auch wunderschön, die Decke ein gemalter Sternenhimmel. In einer Seitenkapelle kann man Fresken von Pinturicchio aus dem 15. Jhdt. bestaunen. Die Farben sind so leuchtend und frisch, dass man meinen könnte, der Maler wäre gestern fertig geworden. Wenn man übrigens vom Dom Richtung Baptisterium geht und sich wundert, was es mit den Ruinen auf sich hat, nun, der Dom sollte ursprünglich vergrößert werden und das heutige Hauptschiff wäre dann das Querschiff geworden. Die Kirche wäre dann das größte gotische Bauwerk Italiens geworden. Pest und Geldmangel setzten dem aber im 14. Jhdt. ein Ende. |
Siena,
Piazza del Campo und Palazzo Publico |
| Der letzte Ort, den wir auf unserer Reise besuchten, war Massa
Marittima. Wir wollten uns nach den letzten Tagen nicht auch noch
die Touristenmassen in Florenz geben und fuhren daher in die südliche
Toskana. Die Fahrt allein war schon recht interessant, denn die Landschaft war nicht typsich Toskana, sondern viele Wälder und ein Tal wurde von einem Wärmekraftwerk beherrscht. Massa Marittima dagegen ist ein kleiner netter Ort etwas abseits der Touristenströme, der wieder typisch für diese Ecke ist. Ein schöner Platz, eine helle freundliche Kirche, enge kleine Gassen, die einen ins Mittelalter zurückversetzen. Und man kann sich wieder ein Essen auf der Piazza leisten ;-) Einfach ein schöner Ausklang für eine schöne Woche. |
Massa Marittima |
| Mir hat die Toskana sehr gut gefallen und von München aus ist man wirklich schnell in Italien. Obwohl eine Woche zu kurz war, hat es Lust auf Mehr gemacht. Und schließlich gibt es ja noch so viel zu sehen, was wir diesmal ausgelassen haben, Florenz, die Chiantistraße, die Etruskergräber, die Maremma... |