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Ich habe eine ganze Weile hin und her überlegt, ob
ich eine Patenschaft für ein Kind übernehmen soll. Auf der einen
Seite denke ich, es mir geht so gut und so vielen Menschen, vor allem
Kindern wirklich schlecht, aber auf der anderen Seite hört man in
den Medien immer wieder von Spendenskandalen.
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Am 12.10.02 war es dann soweit, ich habe mich dazu durchgerungen
und eine Patenschaft beantragt. |
| Einige Tage später, schon am 16.10.02,
hatte ich Post und ein erstes Foto von meinem Patenkind Aliaa, die gerade
3 geworden ist. Ein Foto ist eine ernste Sache in Ägypten, vor allem für diese Menschen, daher lächelt die Mama leider nicht. Aliaa ist ein schüchternes Mädchen und noch zu jung für die Schule. Am liebsten spielt sie mit ihren Freunden Ahmed und Ibrahim. Der Kleinen ging es die letzten Monate gesundheitlich gut und sie bekommt gerade ihre Grundimpfungen. Die Familie wohnt im Südosten von Kairo. Ihre Mutter ist Hausfrau, der Vater ist Straßenhändler und sie hat noch einen kleinen Bruder, Mahmoud. Sie wohnen in einem kleinen Ziegelsteinhaus mit einem Holzdach. Das Haus gehört nicht ihnen und ist in einem schlechten Zustand. Die Familie hat eine eigene Latrine, was dort nicht selbstverständlich ist. Auch haben sie das ganze Jahr über Trinkwasser zur Verfügung, auch keine Selbstverständlichkeit. Plan International unterstützt besonders die lokale Gesundheitsversorgung. Die Mütter profitieren auch von der angebotenen Familienplanung und Geburtsvorsorge. Die alten Häuser werden wieder hergerichtet und Strom- und Wasserleitungen gelegt. Neue Schulen werden gebaut und es gibt auch Lese- und Schreibunterricht für Erwachsene, so dass sich die beruflichen Chancen verbessern. Plan hilft den Familien auch mit technischer und finanzieller Unterstützung, ein kleines Geschäft zu betreiben. |
Aliaa mit ihrer Mutter Nadia |
| Alles in allem ist das eine gute Sache und ich habe auch gleich einen ersten Brief geschrieben und bin nun mal gespannt, was ich aus Ägypten höre :-) |