Die Tipps und Hinweise beruhen ausschließlich auf meinen Erfahrungen und Bewertungen und sind völlig subjektiv. Eine Haftung für mögliche Fehler etc. übernehme ich nicht.

Überblick


Ausflüge
Essen und Trinken
Feilschen
Feiertage
Filme und Fotografieren
Frau allein
Gesundheit
Kastensystem
Knigge
Links
Papiere
Reisezeit
Religionen
Souvenirs
Unterkunft

 

Ausflüge nach oben

Da kann man sich an die lokalen Büros, manche Restaurants und Hotels wenden. Empfehlenswert fand ich den Ausflug zur Festung Kumbalgarh und dem Jaintempel von Ranapur von Udaipur aus.
Oder man heuert sich eine Motorrikscha an und erkundet damit z.B. die Umgebung von Jaipur oder Agra. Aber ganz wichtig: Vorher den Preis, die Route und die Dauer aushandeln, denn sonst gibt es nervige Nachverhandlungen und das kann einem den Tag etwas vermiesen.

 

 
Essen und Trinken nach oben

Auch in Indien gilt die gute alte Kolonialregel: Schäl es, brat es, koch es oder laß es. Damit fährt man recht sicher und kann schon einiges an Magenbeschwerden vermeiden.
Aufpassen sollte man auch bei abgepacktem Wasser, denn manchmal werden Mineralwasserflaschen mit Leitungswasser wieder aufgefüllt und dann wieder verkauft. Achtet daher auf unbeschädigte und fest sitzende Plastiksiegel.

Pinzipiell unbedenklich ist der überall erhältliche Tee oder Kaffee, Lassi genauso wie die Softdrinks. Nach einigen Jahren Boykott gibt auch schon seit einiger Zeit wieder Coca Cola in Indien, die heimische Variante Thumbs Up ist ein interessantes Geschmackserlebnis.

In Indien bekommt man, v.a. im Süden, viele unterschiedliche vegetarische Gerichte, da die Inder aus religiösen Gründen oft auf Fleisch verzichten. Da aber der Moslem-Anteil v.a. im Norden und der Christen-Anteil v.a. in Kerala recht stark ist, muß keiner auf Fleisch verzichten. Ich kann aber eher die fleischlosen Gerichte empfehlen und wer einmal einen Metzger in Indien gesehen hat, wird vielleicht verstehen warum.
Im Süden gibt es eher Reis als Beilage, im Norden eher verschiedene Brotvarianten.
Obst gibt es auch an jeder Ecke, je nach Saison Äpfel, Trauben, Mangos, Papayas, Ananas, Bananen...
Eine praktische Einrichtung sind die sog. Thalis. Man bekommt auf einen Teller, ein Bananenblatt oder ein Blechtablett mit mehreren Mulden Reis, verschiedene Curries und Soßen. Ein Kellner läuft herum und füllt so lange nach, bis man absolut satt ist. All you can eat in Indien ;-)
Es kann auch durchaus passieren, dass es kein Besteck gibt, denn viele Inder sind der Meinung, dass wirklich gut nur schmeckt, wenn man mit den Fingern isst. Dann aber bitte nur mit der rechten Hand, denn die linke gilt als unrein. In solchen Restaurants gibt es Waschbecken, wo man sich vor und nach dem Essen die Hände waschen kann.

Ansonsten ist die indische Küche so vielseitig, dass es hier den Rahmen sprengen würde, auch nur einen Bruchteil davon aufzuzählen.
Für den Vorgeschmack auf Indien gibt es viele Rezepte im Netz, so z.B. Rezepte aus Goa, Punjab oder auch Rezeptsammlungen. Laßt es Euch schmecken ;-)

 

 
Feilschen nach oben

Das A und O in Indien! Egal, ob auf beim Einkaufen von Souvenirs, Taxis, oder Lebensmitteln, überall wird gehandelt. Wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, macht es meist Spaß, wenn man es als Spiel betrachtet und als Möglichkeit, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Oft gehört ein gemütlicher Schwatz dazu. Und ZEIT! Viele Händler sind an Touristen gewöhnt, die mit Gruppen unterwegs sind und daher unter Zeitdruck nicht viel handeln. Aber als Individualreisende/r hat man nicht dieses Problem und kann so bessere Preise erzielen.

 

 
Feiertage nach oben

Viele religiöse Feste richten sich nach dem Mondkalender, fallen also jedes Jahr auf einen anderen Termin. Aber es gibt auch etliche Feiertage, die einen fixen Termin haben:

01.01.:     Neujahr
12.01.:     Guru Gobind Singh's Geburtstag (Amritsar, Delhi, Patna, Nander)
14.01.:     Pongal-Sankranti (Tamil Nadu, Karnataka, Andhra Pradesh, bes. Madurai, Madras, Tiruchirapalli), Erntefest
26.01.:     Tag der Republik

01.05.:     Tag der Arbeit
02.05.:     Pooram (Trichur), wird nachts auf dem Tempel von Vadakkunathan in der Nähe von Trichur gefeiert.
08.05.:     Geburtstag Tagores, bes. in Calcutta und anderen Großstädten

15.08.:     Unabhängigkeitstag

02.10.:     Mahatma Gandhis Geburtstag

30.11.:     Guru Nanaks Geburtstag, bes. im Punjab und in Delhi

25.12.:     Weihnachten

Besondere Feste mit wechselnden Terminen sind (kleine Auswahl):
Februar                  Desert Festival (Jaisalmer)
                            Karneval in Goa

Februar/März           Holi, Ankunft des Frühlings
                            Mahashivaratri, Fest zu Ehren des Gottes Shiva

März/April                Ostern (Goa, Cochin, Südindien)
                             Ramanavami, der Geburtstag Ramas

April /Mai                 Meenakshi Kalyanam, Vermählung Meenakshis mit Shiva (Madurai)
                             Buddha Purnima (Sarnath, Dharamsala, Bodh Gaya)

Juni/Juli                   Rath Yathra, Tempelwagenprozession in Puri/Orissa zu Ehren des Gottes Jagannath
                             Sommerfest in Mt. Abu und Sirohi
                            
August                    Janamashtami - Krishnas Geburtstag: ganz Indien, bes. Mathura und alle Pilgerorte
                             Teej (v.a. in Rajasthan und Uttar Pradesh), der Monsun wird begrüßt und die Göttin Parvati geehrt
                             Naag Panchami (Jodhpur, Delhi, Maharashtra) ist der Kobra (naag) geweiht

September/Oktober   Onam-Erntefest: Schlangenbootwettfahrten in den Lagunen Keralas
                             Dussehra: ganz Indien, bes. Delhi, Varanasi, Mysore
                             Ganesh Chaturthi: Bombay, Maharashtra

Oktober/November     Diwali: ganz Indien, bes. Delhi, Bombay, Calcutta, Varanasi, Madras. Ein Lichterfest

November/Dezember   Pushkar (Ajmer mit Kamelwettrennen und Reiterspielen)
                              Bikaner Fest: ein Wüstenfestival
                              Mount Abu: Winterfestival

Eine Übersicht gibt es beim indischen Fremdenverkehrsamt

 

 
Filme und Fotografieren nach oben

Ich war mit Fuji Sensia unterwegs. ISO 100/21 reichen für Tagesaufnahmen, aber einige ISO 400/27 Filme und eine ruhige Hand sind bei Innenaufnahmen im Museum oder oder am Abend nötig. Ein Polfilter ist bei der starken Sonneneinstrahlung auch nicht verkehrt, ebensowenig wie ein Tele.
Sensibilität beim Ablichten von Menschen ist eigentlich klar, v.a. bei Frauen oder religiösen Festen (sofern da das Fotografieren erlaubt ist).

 

 

Frau allein nach oben

Ist nicht immer ganz einfach, aber auch Inderinnen reisen manchmal allein und ohne männliche Begleitung.
Dass inzwischen viele amerikanische Serien im indischen Fernsehen laufen macht die Sache nicht einfacher, denn in Indien gibt es nun mal das Bild von der zügellosen und tabulosen westlichen Frau, die nur darauf wartet, mit einem Kerl in die Kiste zu steigen. Viele Inder haben auch zum ersten Mal erst in der Hochzeitsnacht näheren Kontakt mit einer Frau und arrangierte Hochzeiten sind immer noch sehr üblich (von den Großstädten mal abgesehen).

Ein beliebter Sport ist das sog. eve-teasing. Klingt netter, als es ist und bedeutet, dass Männer Frauen im Gedränge an die Brust oder zwischen die Beine greifen. Darunter haben auch die Inderinnen selbst zu leiden und in einem Menschengewühl ist es auch unmöglich, den Typen ausfindig zu machen. Was hilft dagegen? Eigentlich nichts, aber wenn frau sich besser fühlt, dann eine Schimpfkanonade.
Die Anmache im Zug kann frau umgehen, wenn sie sich einen Platz im ladies compartment reserviert.
Blöde Sprüche von pubertierenden Jungs in Gruppen ignoriert frau am besten.

Es gibt aber auch einige Vorteile, wenn man als Frau herumreist, denn es gibt spezielle Abteile in den Zügen, extra Schalter am Bahnhof, Kino, etc.

Im Großen und Ganzen ist es aber nicht so schlimm und frau sollte sich nicht von einer Reise abhalten lassen, auch wenn es etwas anstrengend sein kann. Mit einer gehörigen Portion Selbstbewußtsein, Humor und gesundem Menschenverstand kann man getrost nach Indien aufbrechen.

 

 
Gesundheit nach oben

Hängt viel mit dem Essen zusammen. Da heißt es einfach vorsichtig sein. Hat es einen doch erwischt, dann helfen Pfefferminztee, Bananen, Ruhe, Cola ohne Kohlensäure und Reis ohne alles.

Ein Mittel gegen Erkältung sollte auch nicht im Gepäck fehlen, denn bei all der Air Condition kann man sich schon einen Schnupfen holen.

Indien ist auch recht hitverdächtig, was Tropenkrankheiten angeht. Das sollte man auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen und auch nicht an der falschen Stelle sparen. Was sind schon die Impfkosten im Vergleich zu den Flugkosten etc. und es kann lebensrettend sein.
Zu meinem persönlichen Standardprogramm gehörten 1996 die üblichen Impfungen wie Tetanus, Polio und Diphterie sowie Thyphus, Hepatitis A und Malaria.
Nähere Infos gibt es beim Tropeninstitut, einem Arzt, der auf Tropenmedizin spezialisiert ist oder in der Apotheke. Für den Überblick gibt´s natürlich auch Infos im Internet, z.B. bei Travelmed oder Fit for Travel.

 

 

Kastensystem nach oben

Das Kastensystem wurde offiziell in Indien abgeschafft, bestimmt aber noch heute das tägliche Leben. Da braucht man nur mal die Heiratsanzeigen in den Tageszeitungen zu durchblättern, um zu sehen, dass die Kaste immer noch eine große Rolle spielt.

Es gibt vier Hauptkasten:
- die oberste Kaste, deren Mitglieder das höchste Ansehen geniessen, ist die Priesterkaste der Brahmanen
- die zweithöchste Kaste ist die Kriegerkaste (Kshatriya)
- die dritte Kasste ist die der Händler- und Grundbesitzerkaste (Vaishya)
- die unterste Kaste ist die der Handwerker und einfachere Berufe (Shudra)

Außerhalb dieser Kasten, bei denen es unendlich viele Unterkasten gibt, stehen die Unberührbaren (Outcasts, Parias).

In die Kaste wird man hineingeboren, kann i.d.R. nicht hinausheiraten, sie bestimmt den Beruf und das soziale Ansehen. Wenn man zu einer niedrigen Kaste gehört, wird das oft als Schicksal (Dharma) hingenommen, quasi als Strafe für Missetaten im vorigen Leben.
Nur durch die Geburt in eine bestimmte Kaste wird man übrigens Hindu. Ein Konvertieren ist daher nicht möglich.

Als Tourist steht man außerhalb dieses Kastensystems, ist im Grunde genommen unrein. Aber da auch in Indien Geld nicht stinkt und wir für indische Verhältnisse sehr reich sind (wie könnte man sich sonst einen Flug leisten??), wiegt das wieder einiges auf, zumal sich in den Großstädten die Grenzen zwischen den Kasten immer mehr verwischen.

Zwei Seiten zum Kastensystem:
Das Kastensystem und der Kampf der Unberührbaren (Dalits) um Menschenrechte
Infos eines jüdischen Inders, der nun in Israel lebt

 

 
Knigge nach oben

Habt Respekt vor einem fremden Land, einer fremden Kultur und einer fremden Religion, das sind die einfachen Verhaltensregeln. Paßt Euch soweit an, wie es geht (also z.B. auch keine Shorts bei den Männern, außer in Goa am Strand, denn für die Inder lauft Ihr in Unterhosen herum) und schaut, wie sich die Einheimischen verhalten. Dann werden sie Euch auch mit Respekt behandeln und vielleicht habt Ihr dann das Gefühl, eher Gast als wandelnder Geldsack zu sein, der ausgenommen werden will ;-))
Gebt auch ein wenig auf Euer Äußeres acht. Es mag zwar dem üblichen Bild entsprechen, wenn der Rucksackreisende etwas schmuddelig daherkommt und nicht wie aus dem Ei gepellt aussieht, aber auch der ärmste Inder, mag er noch so abgerissen sein, achtet auf seine körperliche Hygiene (sofern möglich) und wenn er dann einen reichen Westler sieht (und das sind wir in jedem Fall), der nicht darauf achtet, dann sinkt dieser ganz schön im Ansehen und das Gesicht zu verlieren ist auch in Indien nicht gut. Das gilt doppelt und dreifach für Behördenbesuche etc.!!
Ich weiß selbst, wenn man unterwegs ist, ergibt sich nicht immer die Gelegenheit, seine Sachen waschen zu lassen, aber versucht doch einigermaßen vernünftig auszusehen ;-) Dann ist Euch auch ein gewisser Respekt sicher.
Respektiert vor allem die Religion. An jeder Ecke findet sich ein Schrein, ein Tempel oder eine andere Andachtsstätte. Missionierungsgedanken sind da ebenso fehl am Platz wie die Neugier/der Wissensdurst, einen indischen Tempel mal von innen gesehen zu haben. Manchen Tempel (v.a. im Süden) sind nun mal für westliche Menschen gesperrt, manche für Frauen während der Menstruation etc. etc. und das sollte man auf jeden Fall respektieren. Im ungekehrten Fall, wie würdet Ihr Euch da fühlen??
Vergeßt die "guten alten Zeiten", in denen man gemütlich seinen Joint paffen konnte, es geradezu zum guten Ton des Travellers gehört hat. Die Gefängnisse in Goa beherbergen einige westliche Touristen, die dort einsitzen. Und ich glaube nicht, dass das eine angenehme Erfahrung ist.
Ich glaube, das war das wichtigste ;-) Mehr Tipps findet Ihr auch in den Reiseführern. Und die stehen nicht umsonst dort. Denkt daran, Indien ist extrem (so habe ich das empfunden) und je besser Ihr Euch informiert und auch dem Land anpaßt, desto besser fahrt Ihr damit. Schließlich ist man Gast und nicht als Missionar oder Kolonialherr/-dame unterwegs.

 

 
Links nach oben

Destination Indien                     landeskundliche Infos
Tourism India                           haufenweise Infos, vom indischen Tourismusministerium "zertifizert", mit der                                             Möglichkeit, Hotels, Bustickets, Mietwägen, Flüge etc. zu buchen
indisches Fremdenverkehrsamt     aktuelle Infos, Reiseinformationen, Visumformular online, etc
Religion                                  Portal für viele, viele Seiten über Indiens Religionen
Times of India                          Tageszeitung

 

 
öffentliche Verkehrsmittel nach oben

Bustickets kann man jetzt auch online bei Tourism India bestellen. Ich würde jedoch mit Bussen nur sehr bedingt längere Strecken fahren, wenn es sich vermeiden läßt. Mit dem Zug ist es einfach bequemer, man hat mehr Platz (ok, je nach Klasse, aber die Zug- und Buspreise sind für uns allemal erschwinglich) und immer wieder kommt jemand vorbei, bietet Tee oder was Essbares an.
Bei den Bussen sind videocoaches sehr beliebt. Ideal, wenn man sich die Zeit mit einem indischen Film vertreiben möchte, schlecht, wenn man etwas schlafen will.

Auch die Fahrpläne indischer Züge gibt es mittlerweile im Internet. Davon konnte ich vor 6 Jahren nur träumen! Bei India Rail gibt es auch allerlei Infos zu den Luxuszügen, Tarifen, Fahrzeiten, Reservierungen etc.
Supergute Infos und Bilder aus den indischen Zügen gibt es bei Mark Smith aus England und daher kommen von mir nur folgende allgemeine Tipps:
Ich persönlich bin immer am besten mit 2nd class air condition sleeper, oberes Bett gefahren. Damit war sogar die Fahrt von Delhi nach Madras ein reines Vergnügen, zumal ich in einem Damenabteil war. Das oberste Bett ist deshalb zu empfehlen, weil man sich immer, auch im dicksten Gewühl, dahin zurückziehen kann. Auf dem untersten Bett sitzen die Fahrgäste und das mittlere wird nur zum Schlafen hochgeklappt und dient tagsüber als Rückenlehne.
Für die Damen ein Extra-Tipp: Mindestens bei den größeren Bahnhöfen gibt es Frauen- und/oder Touristenschalter. Da sind die Schlangen kürzer und immer nach dem ladies compartment fragen! Da spart man sich die manchmal doch recht hartnäckigen Annäherungsversuche der indischen Männer.

 

 
Papiere nach oben

Man benötigt einen noch mindesten 6 Monate gültigen Reisepass und ein Visum für Indien. Das kann man sich mittlerweile auch online beim indischen Fremdenverkehrsamt herunterladen.
Die Einreise muß innerhalb von 6 Monaten nach Ausstellung des Visum erfolgen.
Wie immer gibt es hinsichtlich der Einreiseformalitäten und der Sicherheit aktuellste Tipps vom Auswärtigen Amt. Auf jeden Fall ein Vorbeischauen wert!
Ich bin immer gut mit Reiseschecks von American Express gefahren, damals noch mit der guten alten D-Mark. Ich denke, auch mit dem Euro dürfte es in den größeren Orten keine Probleme geben, aber wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt US-Dollar mit, eine kleine Anzahl cash, der Rest in Travellerschecks.

 

Reisezeit nach oben

Ist eingentlich immer in Indien, es kommt nur darauf an, wo man hinfährt, ob man auch bestimmte Feste miterleben möchte etc.
Natürlich ist auch das Wetter ein Faktor und daher ein paar grobe Hinweise:
Indien besitzt subtropisches bis tropisches, vom Monsun geprägtes Klima.
Von Mitte April bis Mitte Juni ist die heißeste Zeit, zwischen Juni und September ist in den meisten Regionen Monsun. Meist gibt esSeptember/Oktober eine wieder eine kurze Hitzeperiode. Die erträglichste Reisezeit sind die Monate November bis März. Mitte Oktober bis Ende November ist im Südosten Regenzeit. Während der heißen Jahreszeit herrscht im Binnenland (z.B. Delhi, Agra, Hyderabad) eine trockene Hitze. Dagegen findet man an der Küste (z.B. Mumbai, Calcutta, Chennai) feuchtheißes Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Schwierig ist das Reisen von Anfang Juni bis September/Oktober aufgrund hoher Niederschlagsmengen.

 

 

 
Religionen nach oben

Bei Religion und Indien denkt man natürlich zuerst an den Hinuismus. Jedoch wissen viele Menschen nicht, dass es in Indien daneben auch noch den Islam, das Christentum, den Sikhismus, den Buddhismus, den Jainismus, den Zoroastrismus und viele Splittergruppen dieser Religionen gibt.

Die Aufteilung ist in Indien etwa folgende:
85% Hindus
11% Muslime
3,5 % Christen (v.a. in Kerala)
2% Sikhs (v.a. im Punjab)
0,7% Buddhisten
0,5% Jains
120.000 Parsen (Anhänger des Zoroastrismus)
12.000 Juden


Der Hinduismus ist eine der ältesten, durchgängig praktizierten Religionen der Welt. Die Hindus glauben an viele, viele Götter, jedoch sind diese immer unterschiedliche Ausprägungen der Schöpfungsmacht, die an sich umfaßbar ist.
Die Hindus glauben an den ewigen Zyklus von Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt.
Mehr Infos zum Thema:
Hinduismus   
Parallelen zum Christentum

Der Buddhismus ist in den letzten Jahren auch im Westen immer populärer geworden, Prominente wie Richard Gere oder Tina Turner bekennen sich zu dieser Religion. Eigentlich ist der Buddhismus meiner Meinung nach mehr eine Weltanschauung als eine Religion, denn es wird kein Gott verehrt.
Wie die Hindus glauben die Buddhisten an die Wiedergeburt.
Buddha lehrt die sog. vier Edlen Wahrheiten:
1. Leben ist Dukkha, was auf deutsch leidhaft, unerfüllend, unzulänglich, nicht zufriedenstellen bedeutet.
2. Die zweiter der vier edlen Wahrheite lautet, daß es eine Ursache fuer Dukkha gibt.
3. Die dritte edle Wahrheit besagt, daß es einen Weg zur Befreiung von Dukkha gibt.
4. Und die vierte edle Wahrheit ist der Weg, der zur Befreiung von Dukkha fuehrt, nämlich der achtfache Pfad (rechte Einsicht, rechte Absicht, rechte Rede, rechtes Tun oder Handeln, rechter Lebenserwerb, rechte Anstrengung oder Bemühung, rechte Achtsamkeit, rechte Konzentration).
Nähere Infos gibt es z.B. beim Netzwerk engagierter Buddhisten, der Deutschen Buddhistischen Union oder beim Buddhistischen Dachverband.


Der Sikhismus ist eine monotheistische Religion, die die positiven Aspekte von Islam und Hinduismus zu vereinen sucht. Diese Religion wurde von Guru Nanak (1469 - 1539) gegründet. Besonders verbreitet ist der Sikhismus im Punjab. Amritsar mit dem Goldenen Tempel ist das Zentrum. Fremde sind dort willkommen, sofern sie ihren Kopf bedecken und die Schuhe ausziehen.
Infos gibt es beim Sikh-Forum in Deutschland, bei Sikh.org oder bei All about Sikhs

Der Jainismus ist aus dem Hinduismus entstanden und eine oberste Maxime ist der Schutz allen Lebens. Konsequenter Weise sind Jains Vegetarier. Ganz strenge Jains tragen einen Mundschutz, um Insekten nicht aus Versehen zu verschlucken oder kehren vor jedem Schritt den Boden, um nicht auf ein Tier zu treten.
Wunderbare Tempelanlagen sind Mount Abu oder Ranakpur.
Infos findet man bei der Jain Association (Deutschland) oder bei Here now 4U.

Der Zoroastrismus ist eine uralte Religion, die ihren Ursprung in Persien (Iran) hat und ist die älteste monotheistische Religion der Welt.
Die Parsen leben überwiegend in Bombay und verehren das Feuer als das Symbol Gottes. Markant sind in Bombay ihre Türme des Schweigens, wo sie die Toten auf Roste legen, damit sie von Geiern und anderen Vögeln verzehrt werden, denn ihnen sind Luft, Wasser, Feuer und Erde heilig, so dass sie ihre Toten weder begraben noch verbrennen oder dem Wasser übergeben.
Die Zahl der Parsen ist rückläufig, denn sie dürfen nur untereinander heiraten und Kinder aus Mischehen gelten nicht als Parsen. Zum Zoroastrismus kann man nicht konvertieren.
Freddy Mercury, der Sänger von Queen, war übrigens Parse.
Infos über die hier kaum bekannte Religion findet man bei Zoroaster.net

 

 
Souvenirs nach oben

Als Souvenir sind Stickereiarbeiten mit kleinen Spiegeln recht beliebt. Edel sind Schals aus Kashmirwolle.
In allen Touristenzentren zu finden sind die Teppichknüpfereien, gleichzeitig berühmt und umstritten. Hersteller, die bei ihrem Teppichen das Label "rugmark" verwenden, verzichten auf Kinderarbeit.
Räucherstäbchen werden auch gern gekauft.
Silberschmuck (auch mit Halbedelsteinen) kann man überall erstehen, v.a. in Rajasthan ist die Auswahl groß.Teuer ist aufgrund der 22 Karat (hohe Besteuerung) Goldschmuck.
Weiterhin sind beliebt (Sandel-)Holz- und Einlegearbeiten oder auch Götterfiguren aus Stein. Größere Objekte werden auch problemlos verschickt.
Ins Rückreisegepäck eines Hobbykochs dürfen Lebensmittel wie Pickles, Gewürze oder auch Tee nicht fehlen.

 

 
Unterkunft nach oben
Wer es sich leisten kann und mag, dem lege ich die alten Maharadscha-Paläste ans Herz. Absolutes Highlight bei den Hotels und von der Atmosphäre war für mich bei meiner ersten Indienreise 1990 das Lake Palace in Udaipur. Wer nicht so viel Geld ausgeben mag, der konnte damals zum Tee mit dem Boot übersetzen und sich auch umschauen. Das war 1996 nicht mehr möglich und eine längerfristige Reservierung absolut notwendig. Das könnt Ihr in Indien selbst oder online machen.
Andere Tipps zu Unterkünften lasse ich lieber, denn, denn meine Reise ist da einfach zu lange her. Da hat sich mit Sicherheit viel verändert haben, eine bessere Quelle sind da die entsprechenden Reiseführer.
 
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