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Cochin (heute: Kochi) liegt im Bundesstaat Kerala im Südwesten des
indischen Subkontinents an der Arabischen See. Die Stadt hat nach Bombay
den zweitgrößten Hafen des Landes, hat ca. 1,6 Mio Einwohner,
aber immer noch Ecken, in denen man vergisst, in einer Millionenstadt
zu sein. Die Geschichte Cochins ist recht lang, selbst die christliche Vergangenheit. 52 n. Chr. ist hier der Apostel Thomas (der Zweifler) gelandet und hat angefangen, zu missionieren. Ich denke, da waren die Missionare einige Jahrhunderte später etwas überrascht, als sie in Indien Christen antrafen. Die christliche Religion spielt natürlich im hinduistischen Indien keine tragende Rolle, aber in Kerala ist der Prozentsatz der Christen relativ hoch. Araber, Chinesen, Portugiesen, Holländer und Briten gaben sich hier
sozusagen die Klinke in die Hand und prägten die Stadt mit. Das jüdische Viertel in Mattancherry mit seiner Synagoge, den vielen kleinen Geschäften, dem Gewürzmarkt und den verwinkelten Gassen ist ebenfalls einen Besuch wert. Der Boden der Synagoge (erbaut 1568) besteht aus chinesischen Kacheln, die alle unterschiedlich sind. In Fort Cochin kann man sich die St. Francis Church aus
dem Jahre 1503 anschauen. Es ist die älteste Kirche Indiens und einige
Zeit war hier auch der Entdecker Vasco da Gama, der in Cochin am 24.12.1524
starb, beerdigt, bevor er nach Lissabon überführt wurde. Eine
Gedenktafel weist darauf in der Kirche hin, die von außen schon
etwas mitgenommen aussieht. Das tropische Klima läßt hier grüßen. Ein Highlight eines Besuches in Cochin ist der Besuch einer Kathakali-Aufführung, ein traditioneller Tanz, den es nur in Kerala gibt. Was man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, ist eine Bootsfahrt
durch die Backwaters. Eine solche Tour kann man entweder direkt in
Cochin buchen oder eine Ganztagestour von Quilon (heute: Kollam) nach
Alleppey (heute: Alappuzha) bzw. umgekehrt mit einem normalen öffentlichen
Boot unternehmen.
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