| Wer nach Indien reist, ohne
das Taj Mahal zu besuchen, läßt sich eines der absoluten Highlights
entgehen. In der Nähe des Roten Forts, direkt am Fluß Yammuna
gelegen, steht dieser Traum aus weißem Marmor. 1631 ließ ihn Shah
Jahan als Grabmal für seine geliebte Frau Mumtaz Mahal, die bei der Geburt
des 14. Kindes verstarb, errichten. Es dauerte 22 Jahre, bis dieses Meisterwerk
vollendet war und 20.000 Menschen waren auf der Baustelle beschäftigt. Nicht
nur Inder, sondern auch Europäer, wie der Franzose Austin von Bordeaux und
der Italiener Veroneo aus Venedig sowie der verantwortliche Architekt Ustad Isa
aus Shiraz, dem heutigen Iran, arbeiteten dort mit. Man betritt das Areal
durch das Haupttor, nachdem das Handgepäck kontrolliert wurde (war zumindest
1996 so) und dann sieht man schon dieses wunderschöne Monument. Durch
eine Parkanlage mit Wasserspielen gelangt man zu den Treppen, die zum Taj selbst
führen. Innen sieht man 2 Grabmale und eine kleine Treppe, die nach
unten führt. In dieser Krypta befinden sich die tatsächlichen Gräber
von Shah Jahan (das größere) und seiner Frau Mumtaz Mahal. Oben, ebenerdig
sozusagen, sind die Grabmale nur Nachbildungen, damit die Totenruhe nicht gestört
wird. Schließlich ist es ja keine Moschee und kein Palast, sondern ein Mausoluem.
Rechts und links vom Taj befinden sich 2 Moscheen. davon ist jedoch nur die
linke wirklich eine Moschee, denn der Mirhab (die Gebetsnische) muß nach
Mekka zeigen. Das rechte Gebäude ist der Symmetrie wegen gebaut worden. Ich
kann jedem nur einen Besuch am späten Nachmittag mit viel Zeit empfehlen.
Man kann dann in Ruhe die Majestät und Ausstrahlung dieses Ortes auf sich
wirken lassen und das Farbspiel während des Sonnenuntergangs genießen.
Bereits seit 1983 gehört dieses Monument zum Weltkulturerbe der
Menschheit. Derzeit ist es von 09:00-20:00 geöffnet, am Freitag, dem
islamischen Feiertag, bleibt es geschlossen. |