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Amritsar ist die heilige Stadt der Sikhs und bedeutet Nekatarteich.
Die Stadt wurde 1577 vom vierten Guru (=Lehrer) der Sikhs, Ram Das gegründet
und erlangte traurige Bekanntheit in den 1980ern, als der Goldene Tempel
von Sikh-Extremisten besetzt wurde. 1984 wurde der Tempel von der indischen
Armee gestürmt. Letztendlich hat dies dann auch zu der Ermordung
Indira Gandhis geführt. 1986 wurde der Tempel erneut von Extremisten
besetzt. Von den Schäden sieht man heute aber nichts. Der Tempel,
der von einem künstlichen Teich umgeben ist, strahlt heute in Gold
und Marmor und die Atmosphäre ist einfach wunderbar.
Auch für Nicht-Sikhs ist der Tempel zugänglich, sogar das Innere
(Fotoverbot, bitte daran halten!). Das einzige Zugeständnis, das
erwartet wird, ist ein bedeckter Kopf und unbedeckte Füße.
Damit man aber nicht auf dem heißen Stein laufen muß, gibt
es einen Teppich ;-)
Im Inneren des Tempels sitzen in der Mitte 4 Priester, die aus dem heiligen
Buch der Sikhs, dem Granth Sahib, vorbeten. Dieser Gesang ist dank der
Lautsprecher überall im Tempel zuhören. Ich fand ihn eigentlich
recht angenehm.
Die Wände des Tempels sind mit Blattgold und Einlegearbeiten geschmückt,
in den kleinen Nischen sitzen die Menschen und lesen im Granth Sahib.
Wenn man sich dann unter die Arkaden setzt, einfach die freundlichen Menschen
beobachtet und den Goldenen Tempel auf sich wirken läßt, dann
ist ein Besuch hier sicher eines der Highlights eines Indienbesuches.
Für mich war es das jedenfalls.
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