|
Schon der griechische Geschichtsschreiber Herodot bezeichnete Ägypten
als ein Geschenk des Nils und das ist heute eigentlich immer noch der
Fall. Ein schmales grünes Band fruchtbaren Bodens kann genutzt werden,
ca. 96 % des Landes ist Wüste.
Nach der dunklen Farbe des Nilschlammes nannten die alten Ägypter
ihr Land Kemt, schwarzes Land. Die Wüste bezeichneten sie als rotes
Land.
Wenn man heute auf dem Nil reist, die Dörfer an einem vorbeiziehen,
dann scheint sich seit den Tagen von Ramses oder Cleopatra nicht viel
verändert zu haben. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, die Menschen
wohnen noch immer in einfachen Lehmhäusern, manche sind bemalt, viele
heben sich aber mit ihrer braunen Farbe kaum von den Bergen im Hintergrund
ab. Fischer gehen ihrem Tagewerk auf dem Fluß nach, Kinder spielen
am Ufer, ab und an sieht man sie auch Büffel oder Kamele hüten.
Nur manchmal wird man durch die schlanken Minarette oder Strommasten in
die Gegenwart zurückgeholt.
Ein altes Sprichwort sagt "Wer einmal von den Wassern des Nils getrunken
hat, wird immer zurückkehren". Ich würde das heute nicht
empfehlen (Bilharziose-Gefahr!), aber zurückgekehrt bin ich immer
wieder.
Zum Vergrößern der Bilder einfach draufklicken :-)
|