Die meisten verbinden mit Theben-West das Tal der Könige und dann denkt man natürlich sofort an Howard Carter und die spektakuläre Entdeckung des Grabes des jungen Pharao Tut-Anch-Amun.

Doch das Tal der Könige ist nicht das einzig sehenswerte am Westufer. Der Besucher wir zunächst von den Memnon-Kolossen begrüßt. Diese beiden Kolossalstatuen sind die letzten Zeugen des Totentempels von Amenophis III, von dem sonst nichts übrig geblieben ist.

Kurz hinter den Kolossen kommt man an ein kleines Häuschen, das die Eintrittskarten für die Gräber verkauft. Da bei eingen Gräbern nur eine begrenzte Zahl an Tickets verkauft wird (Grab der Nefertari) und ohnehin nur Tickets für eine begrenzte Anzahl Gräber, sollte man früh vor Ort sein und auch schon wissen, welche Gräber man sich anschauen möchte. Am besten 2, 3 Alternativen überlegen, denn es sind nicht alle Gräber gleichzeitig geöffnet. Es werden immer einige gerade restauriert.
Verständlich, aber bedauerlich: Früher konnte man in den Gräbern ohne Blitz fotografieren, heute ist es verboten, da sich leider viele Touristen an diese Einschränkung nicht gehalten haben.
Und dann ab zu den Gräbern.
Neben den Gräbern im Tal der Könige kann man das Tal der Königinnen besuchen. Auch wenn es mehr Eintritt als alle anderen Gräber kostet, wenn es zugänglich ist, sollte man sich das wunderschöne Grab von Nefertari, der Lieblingsfrau von Ramses II., nicht entgehen lassen. Für mich ist es mit Abstand das schönste Grab, die Malereien sind wunderschön. Es ist von nicht allzu langer Zeit restauriert worden und daher in sehr gutem Zustand.
Schöne Gräber gibt es auch im Tal der Noblen und die Arbeitersiedlung ist auch einen Blick wert, denn man kann dort zumindest die Grundrisse der Häuser der Arbeiter sehen.

Vom Tal der Könige führt übrigens ein kleiner Pfad über die Berge zum Tempel der Hatschepsut, Deir El-Bahari. Vom Bergrücken aus hat man einen wunderbaren Blick auf diesen sich an den Fels schmiegenden Tempel. Wem es also nicht zu heiß wird, der sollte in jedem Fall diese kleine Wanderung machen, der Blick entschädigt in jedem Fall!

Wie kommt man auf dem Westufer von Ort zu Ort? Vom Wandern würde ich persönlich abraten, denn auch wenn die Strecken nicht sehr lang zu sein scheinen, man sollte die Hitze nicht unterschätzen und es gibt dort nicht allzu viel Schatten. Und dann zieht sich jeder Meter.
Eine Alternative ist, sich in Luxor ein Rad zu mieten und auf diese Weise Theben-West zu erkunden. Das Rad kann man auch problemlos auf die Fähre mitnehmen.
Wer nicht radlen mag, der kann sich auch einen Fahrer anheuern. Zweifellos wird man auch schon auf der Fähre angesprochen und auch wenn man am Ufer landet. Preise sind hier natürlich Verhandlungssache und mit ziemlicher Sicherheit wird man dann aber auch in eine Alabaster-Fabrik gekarrt, wobei Fabrikk etwas übertrieben ist ;-) Es sind kleine Handwerksbetriebe und die ganze Familie arbeitet mit. Wenn man etwas kaufen will, sollte man sich schon vorher über die Preise in Luxor schlau gemacht haben, um nicht (allzu sehr) über den Tisch gezogen zu werden.

Denkt bitte daran, ausreichend Wasser mitzunehmen, denn in den Gräbern ist es sehr stickig und schwül. Natürlich kann man auch dort kleinen Jungs Wasser abkaufen, aber die Preise sind happig.

Über die anderen Tempelanlagen in Theben-West gibt es übrigens Extra-Seiten.

Die Bilder in den Gräbern sind natürlich ohne Blitz fotografiert worden (als es noch erlaubt war), ein 400er-Film und ein lichtstarkes Objektiv machten es möglich.
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Memnon-Kolosse
Memnon-Kolosse
Detail Memnon-Kolosse
Tal der Könige
Grab Ramses IV
Grab Ramses IV
Grab Ramses IV
Grab Ramses IV
Grab Ramses IV
Grab Ramses IV
Grab Ramses IV
Grab Ramses IV
Grab Ramses IV
Grab Ramses VI
Grab Ramses VI
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