Ticket Auf dem Plateau von Gizeh kann man das letzte der sieben Weltwunder bestaunen, die Pyramiden. Und sie sind wirklich groß!
Bis heute streiten sich die Gelehrten darüber, wie sie erbaut worden sind und es gibt die unterschiedlichsten Theorien. Da ist von Außerirdischen die Rede, von Rampen aus Sand, die entweder direkt auf die Pyramiden zuliefen oder sich wie eine Schnecke um den Rohbau wanden. Aber es wird wohl eines der Geheimnisse der Menschheit bleiben.
Fest steht wohl zumindest, dass die Pyramiden nicht von Sklaven, sondern von den Ägyptern selbst gebaut worden sind, als eine Art Gottesdienst, genauso wie in Europa die Kathedralen im Mittelalter.
Auf jeden Fall war es eine logistische Meisterleistung, die vielen tausend Menschen zu versorgen, die Steine von Mokattam und Assuan zum Plateau zu schaffen und zu bearbeiten und nicht zuletzt die Pyramiden selbst zu bauen.
Die Pyramiden sind während der 4. Dynastie (Altes Reich) entstanden.
Die größte der drei Pyramiden ist die von Cheops (Chufu). Gebaut wurde sie ca. von 2589 - 2566 v. Chr. Sie ist 137 Meter hoch, war sogar 147 Meter hoch und damit höher als ein 40-stöckiger Wolkenkratzer.
Die zweithöchste Pyramide wurde unter Chephren erbaut und ist 136,5 Meter hoch, ursprünglich waren es 143,5 Meter. Direkt gegenüber liegt ein weiteres Wahrzeichen Ägyptens, der Sphinx. Man vermutet, dass der Kopf das Portrait von Chephren ist.
Die kleinste Pyramide ist die des Mykerinos (Menkaure) mit einer Höhe von 62 Metern, 4,5 Meter weniger als nach der Erbauung.
Alle Pyramiden waren mit Platten aus weißem Kalkstein und einer Spitze aus Gold oder einer Legierung bedeckt, das die Sonne reflektierte. Muß ein wahrhaft königlicher Anblick gewesen sein. Die Platten wurden im Mittelalter entfernt und in Kairo verbaut, Reste davon kann man noch auf der Chephren-Pyramide sehen.
Die Pyramiden können auch von innen besichtigt werden. Menschen mit Platzangst, Kreislaufbeschwerden oder Atemnot sollten besser auf dieses Erlebnis verzichten, denn die Gänge sind so eng, dass man kaum aneinander vorbeikommt und zum Teil muß man sehr gebückt gehen. Durch die vielen Besucher ist es auch sehr heiß und stickig. Die Grabkammer ist bis auf einen schmucklosen Sarkophag leer und wer Hieroglyphen oder Grabmalerei sehen möchte, ist hier falsch.
Was man tunlichst unterlassen sollte (auch wenn es manche Zeitgenossen immer wieder versuchen) ist das Erklettern der Pyramide. Es kann zum einen gut ins Geld gehen, denn das Besteigen ist streng verboten, zum anderen kann es einen den Hals kosten und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Neben der Cheops-Pyramide kann man dagegen ganz legal sich ein Sonnenboot anschauen, das erst 1954 entdeckt wurde. Es war in 1224 Einzelteile zerlegt und eine Grabbeigabe. Ob es je benutzt wurde oder ob es sich nur um ein Ritualboot handelt.
 
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