Assuan ist die südlichste Stadt von Ägypten
und ist von Kairo etwa 750 Kilometer entfernt.
In der Zeit der Pharaonen wurden in den nahen Steinbrüchen Granitblöcke
für die Monumente gebrochen. Noch heute kann man einen unvollendeten
Obelisken besuchen und staunen, wie die Menschen vor mehreren tausend Jahren
es schafften, die riesigen Blöcke aus dem Fels zu schlagen.
Heute gibt es auch moderne Monumente, den Assuanstaudamm und den so gestauten
Nassersee. Der See ist mit einer Länge von 500 Kilometern und einer
Fläche von 5250 qkm eines der größesten künstlichen
Gewässern der Erde. Ramses II mit seiner Vorliebe für riesige
Vorhaben wäre sicher beeindruckt gewesen, aber ob es ihm gefallen hätte,
dass viele Dörfer und Tempel in den Fluten versinken?
Von Assuan aus kann man verschiedene Ausflüge z.B. zum Stausee und
dem Tempel von Kalabsha, nach Abu Simbel oder Philae unternehmen.
Die Stadt selbst hat auch einiges zu bieten: Die Insel Elephantine mit einem
nubischen Dorf, einem kleinen Museum und einem Chnum-Tempel, das Aga Khan
Mausoleum, das Simeonskloster und das neue nubische Museum. Der Basar soll
der schönste Ägyptens sein, ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.
Oder man setzt sich einfach in den Park Ferial Gardens, beobachtet äygptisches
Familienleben, genießt den Blick auf den Nil und die Inseln im Fluß.
Nicht entgehen lassen sollte man sich auch eine Fahrt mit einer Felukke
auf den Nil, einen kühlen Lufthauch und ein schöner Blick auf
die Stadt genießen, am besten am späten Nachmittag.
Bei einem Abendessen in einem der Restaurants am Nil kann man den Tag gemütlich
bei einem Stella oder bei Karkade, dem typischen Malvetee, ausklingen lassen.
Wer über das entsprechende Kleingeld verfügt, sollte im Old Cataract
Hotel einchecken. Dort hat schon Agatha Christie logiert und hat einige
Kapitel ihres Buches "Tod auf dem Nil" dort geschrieben. Einige
Szenen des Filmes mit Peter Ustinov als Hercule Poirot wurden hier ebenfalls
gedreht.
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